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Wer bin ich hier? Wer wär ich dort?
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Zusammen mit Schülern befragen wir MigrantInnen verschiedener kultureller Hintergründe nach ihrer aktuellen und ihrer vergangenen Arbeitssituation und ihrem persönlichen und/oder familienspezifischen Erleben von  Arbeit. Die Interviewpartner werden in ihrer derzeitigen Arbeitssituation fotografisch portraitiert. Auszüge aus den Interviews werden zusammen mit den entstandenen Portraits zunächst in einem Blog veröffentlicht. Großformatige Schwarzweiß-Fotos und Textauszüge werden ab April 2010 in einer Schaufensterausstellung gezeigt. Es erscheint eine Broschüre zum Projekt.

Die Projektteilnehmerin Sehriban Özdemir hat einen wesentliches Anliegen des Projekts auf den Punkt gebracht:“Ich wünschte, dass die Menschen dieser Gesellschaft, die doch so stark vom Individualismus geprägt ist, lernen könnten, die Migranten nicht auf deren kulturelle Identität zu reduzieren, sondern sie auch als Individuum wahrzunehmen. Auch persönliche Hintergründe prägen den Einzelnen und reduzierte Klischees können sehr verletzend sein.”


Die Ausstellung
Samstag, 24.4., 15 Uhr Ausstellungseröffnung.
Zentrale, Stralsunder Str. 61, Berlin-Wedding.
Mit Musik von Lilith und Kaffee von Emanuele Rogoli. Es erscheint eine Broschüre mit 19 Fotos.
Die Ausstellung läuft weiter bis zum 27.6.10




Projektwebsite
Die Ausstellung
Cecilio Patricio Troncoso Munoz: „Ich bin 1973 aus politischen Gründen aus Concepción, Chile, zunächst nach Argentinien geflohen. Dort habe ich Bautechnik gelernt, wurde aber nach fünf Jahren wieder von Unruhen in die Flucht geschlagen und landete schließlich in Deutschland – mit mir meine fünfköpfige Familie. Ich war 30 Jahre alt. Die deutsche Sprache erwies sich als viel schwerer, als ich es für möglich gehalten hätte. Neben dem Deutschkurs hatte ich keine kontinuierlichen kollegialen Kontakte zu Deutschen, die mich die Sprache täglich gelehrt hätten. Die Konsequenz war leider...

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